O lux et decus Hispaniae


Apuestan zagales dos por el zagal soberano



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Apuestan zagales dos por el zagal soberano:

Dice Gil que es hombre humano

Y Pascual dice que es Dios.

Dice Gil que está llorando y qu'es hombre pues que llora;

Mas viendo angeles cantando, Pastor por su Dios le adora.

Apuestan zagales dos por el zagal soberano

Y asi el caso queda llano y el zagal por hombre y Diós.

Wie könnte man einem mit den Erfordernissen unserer materiellen Welt völlig befangenen modernen Menschen zu der Einsicht verhelfen, daß die musikalischen Schöpfungen der Renaissance in Spanien zum wertvollsten Erbgut des Abendlandes gehören, die, kraft ihrer inbrünstigen Intensität und geläuterten Expressivität, uns Menschen zu verwandeln vermögen? Es scheint, daß der heutige Bürger zwar einen höchst entwickelten Sinn für Maße, Quantitäten, Geschwindigkeit und Erfolg besitzt, nicht aber für das Empfinden des wahren Schönen. Es mag gar sein, daß eben im Versagen unserer Schulen, diese Werte an unsere Nachkommen zu vermitteln, Wurzel und Ursache mancher Unzulänglichkeiten der Gesellschaft zu suchen seien.


Etwas Heilendes und Läuterndes quillt aus den in Bibliotheken schlummernden Partituren der spanischen Komponisten der Renaissance hervor: eine beseelte Musik, die durch ihre verfeinerte Schönheit den Zuhörer bestrahlt und ihn in eine andere Gedankenwelt versetzt. Es ist dies die Aufgabe und der Leitgedanke hinter diesem Konzert. Die Schule von Sevilla – hier durch das Instrumentalschaffen Ambrosio Cotes und durch die Motette Cristobal de Morales vertreten – wußte als einzige in Europa das Erbe der franco-flämische Polyphonie zu übernehmen, um es weiter zu entwickeln. Es ist eben in den Werken Cristobal de Morales, daß einem eine vollkommene Verschmelzung zwischen der perfekten Form und der Tiefe des Ausdrucks begegnet, die sich mit den trefflichen Errungenschaften in Malerei und Bildhauerei der norditalienischen Künstler wie Mantegna, Raffaello oder Donatello messen ließe. Gemeinsam besitzen die Werke dieser Meister die Eigenschaft, daß ihre Botschaft weit unter der Oberfläche zu finden ist.
Der Toledaner Komponist Diego Ortiz, der – wie auch Morales, Victoria und Guerrero– einen Teil seines Lebens im Dienste der Kirche in Rom verbrachte (alle Komponisten des heutigen Programmes waren Priester!) lehrte musterhaft in seinen Traktaten die vornehme Kunst des Verzierens.
Tomás Luis de Victoria verkörpert in seiner Tonkunst die wahre Inbrunst der Gegenreform. Vergebens suche man nach einem, der an die Intensität seiner Wortdeutung gleich käme.
Wenn durch die lateinischen Motetten der Klerus das Wort offenbart, dann greift in den geistlichen Villancicos Guerreros das Volk das Wort, um seine persönliche, menschlichere Teilnahme am Geschehen zu verkünden: beispielsweise, wie ein Betrachter vor dem Gekreuzigten stehend von Schuldgefühlen durchwühlt wird, oder wie zwei Schäferknaben über die Natur des Christkindes rätseln, ob er Mensch oder Gott sei. JV





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